Geschichte der Porzellanmalerei

Die Porzellanmalerei ist eine alte Kunst. Hier möchte ich Ihnen einen kleinen Überblick geben, wie alles begann.

Im 6./7. Jahrh. wurde das Porzellan in China entwickelt, die Ming - Dynastie, 1368-1648, war eine der Blütezeiten des Porzellans , lange bevor es bei uns bekannt wurde.

Das Besitzen und Sammeln von Porzellan in Europa war in dem Moment begründet, als das "Weiße Gold" aus China unseren Kontinent erreichte. Das geschah bereits in der Epoche der Renaissance, im 16. Jahrh. durch den beginnenden Überseehandel von den großen Hafenmetropolen aus. Meißen war die erste, noch heute bestehende Manufaktur, die sich 1710 gründete und bereits 1713 Gebrauchsgeschirr in größeren Stückzahlen herstellte. 1751 folgte Berlin und 1753 Fürstenberg, um nur einige der bekanntesten Manufakturen in Deutschland zu nennen. Da die Gründung einer Manufaktur viele Risiken barg, standen sie meist unter dem Protektorat einzelner Fürsten. Im Mittelpunkt der Herstellung stand zunächst das Gebrauchsgeschirr für Speisen und Getränke, und es entwickelte sich ein kaum überschaubarer Reichtum an Formen. Während die Speiseservice meist zusammenhängende Ensemble bildeten, nahmen die Trinkgefäße bald eine Sonderstellung ein. Gerade an ihnen kann man in der Überlieferung die Stilepochen und Moderichtungen nachvollziehen.

Bis zum ausgehenden 18. Jahrh. blieb die Porzellanherstellung höfisch orientiert, aber mit dem aufstrebenden Bürgertum hielt sie auch Einzug in deren Haushalte. Heute können wir uns einen festlich gedeckten Tisch kaum noch ohne schönes Porzellan vorstellen. Über diese Vorliebe kam ich zur Porzellanmalerei, und zwar ausschließlich im Aufglasurverfahren.